Der DDB Landesverband Hessen e.V. protestiert ganz deutlich gegen das bevorstehende Inkrafttre-ten des GBA-Beschlusses, die kurzwirksamen Insulinanaloga für Kinder und Jugendliche nicht mehrdurch die Gesetzlichen Krankenkassen erstatten zu lassen.
Sehr geehrte Mitglieder,
die schon mehrfach angefochtene Entscheidung des GBA, dass Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 die kurzwirksamen Insulinanaloga nicht mehr durch die gesetzlichen Krankenkassen erstatten zu lassen, beruht auf eine klare Fehlentscheidung des IQWiG.
Alle Gegendarstellungen von Diabetologen, bzw. behandelnden Ärzten dieser Kinder und Jugendliche, ja sogar die Meinungen führender Wissenschaftler der Fachrichtung Diabetologie, wurden durch das Kölner Institut negiert, bzw. überhaupt nicht zur Kenntnis genommen.
Das IQWiG hat wider besserem Wissens der Fachwelt in seinem Gutachten behauptet , dass es keinen Vorteil gegenüber herkömmlichen Insulin gibt. Dass diese Entscheidung nicht die erste und einzige Fehlentscheidung dieses Instituts ist, haben wir Diabetiker nicht nur allein als Patientengruppe erleben müssen.
Ein Hauptgrund war der so genannte „Aufwand-Nutzen-Verhältnis“, da diese „neuen“ (seit über 10 Jahren verwendeten) Insuline zu teuer seien und kein Nutzen gegenüber den herkömmlichen Insulinen bestehen würde. Nun haben aber nahezu alle Krankenkassen mit den Pharmaherstellern Rabattverträge abgeschlossen, also „zieht“ dieser Teil der „Milchmädchenrechnung“ des IQWiG und des GBA nicht mehr. Nur sehen weder das IQWiG noch der GBA sich genötigt, eine Korrektur dieser Fehlentscheidung vorzunehmen.
Alle Betroffenen
und die Fachwelt wissen aber, dass gerade diese kurzwirksamen Insulinanaloga gefürchtete
Unterzuckerungen vermeiden helfen, bzw. stark einschränken.
Unterzuckerungen
können akute Gefährdungen
des Lebens der Betroffenen und anderer, indirekt betroffener Mitmenschen
nach sich ziehen, wer, meine sehr geehrten Damen und Herren des IQWiG und
des GBA übernimmt
dann die Verantwortung für die Folgen?
Die Lebensqualität eines „Menschen mit Diabetes mellitus“ wird nie annähernd die eines gesunden Menschen erreichen, mit diesem Fakt müssen die Diabetiker einfach umgehen. Da gibt es nun durch die Forschung ein Medikament, welches ein kleines Stück die Lebensqualität verbessern hilft. Da kommen dann solche „Experten“, die in unseren Augen noch die Frechheit besitzen, bei Analoginsulin von „lifestyle“-Medizin zu sprechen.
Wir, als die Interessenvertreter aller mit dem Diabetes mellitus, ob direkt, oder indirekt betroffen, protestieren aufs schärfste gegen eine derartig menschenverachtende Entscheidung des GBA, einer Institution mit rechtsgebenden Befugnissen.
Wir fordern alle Mitglieder, Betroffene und Freunde auf, schließen Sie sich dem Protest des DDB LV Hessen an Informieren Sie alle Freunde und Bekannte.
Der Landesvorstand des
DDB LV Hessen e.V.
Quelle: DDB LV Hessen e.V.






