"Sozialreferent DDB"
Eine Form der ehrenamtlichen sozialen Arbeit
Einleitung:
Diabetes Typ-2 breitet sich in Deutschland epidmieartig aus
Angesichts der enormen Ausbreitung des Diabetes mellitus und des zunehmenden
Informationsbedarfes der Bevölkerung über diese Volkskrankheit, hat
sich der Deutsche Diabetiker Bund dazu entschlossen, für seine Landesverbände
die Ausbildung zum Sozialreferenten DDB auszuarbeiten und durchzuführen.
Wir freuen uns daher besonders auch über Ihre Bereitschaft, mit der Teilnahme
an den 4 Ausbildungsblöcken die Bedeutung und Qualität des Deutschen
Diabetiker Bundes für unsere betroffenen Mitbürger noch zu verstärken.
Sie helfen hiermit nicht nur den Betroffenen, sondern auch Ihrem eigenen Landesverband,
das Ansehen und die ihm zukommende Anerkennung zu verschaffen.
Im Namen des DDB Bundesverbandes danke ich Ihnen schon jetzt für Ihr Engagement.
Diabetes & Soziales:
Menschen mit Diabetes mellitus erleben mit dem Auftreten der Krankheit
häufig einen tiefen Einschnitt in ihr Leben und in die gesamte Lebensführung.
Dies gilt für alle Betroffenen, gleich welchen Alters und kann auch
zu Beeinträchtigungen des Sozialstatus führen. Der Diabetiker
erwartet zu Recht, insbesondere in den Selbsthilfegruppen des Deutschen
Diabetiker Bundes, Hilfe und Mithilfe bei der Bewältigung der vielfältigen
sozialen, sozialmedizinischen und auch sozialrechtlichen Probleme sowie
auch eine umfassende und kompetente Beratung.
Die Ausbildung zum Sozialreferenten DDB beinhaltet die Vermittlung von aktuellen
Grundlagen zu den arbeitsmedizinischen, sozialmedizinischen und rechtlichen Themen.
Diabetes & Beruf:
Welche Berufe kann ein Diabetiker ergreifen?
Erwerbstätig trotz chronischer Krankheit?
Eines der zentralen Ziele der medizinischen Behandlung, der Beratung und der
Schulung von Menschen mit Diabetes mellitus ist deren berufliche Rehabilitation.
Früher ging man davon aus, dass bestimmte Berufe für Diabetiker mehr
oder weniger geeignet sind. Heute ist diese Auffassung überholt. Denn zum
einen haben sich die Berufswelt und das Arbeitsleben gewandelt, zum anderen ist
die Therapie variabler geworden.
Die Beratung eines Diabetikers in Bezug auf seine beruflichen Möglchkeiten
sollte heute individuell erfolgen, d. h. unter Berücksichtigung der konkreten
Arbeitssituation, der Leistungsfähigkeit und der Kompensationsmöglichkeiten
des Patienten.
Die überarbeiteten Empfehlungen zur Beurteilung beruflicher Möglichkeiten
von Menschen mit Diabetes mellitus zeigen dazu neue Perspektiven.
Diabetes & Mobilität
Medizin & Recht
Mobilität hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Der
Erhalt der Fahrerlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen
Straßenverkehr gehört zu den bedeutsamen Grundbedürfnissen
eines jeden Menschen und ist auch für den Menschen mit Diabetes von
großer praktischer Bedeutung. Im Berufs- und Arbeitsleben wird Mobilität
und Flexibilität erwartet, dabei werden auch größere Entfernungen
zwischen Wohnung und Arbeitsplatz in Kauf genommen, um einen Arbeitsplatz
zu bekommen. Für Berufskraftfahrer mit Diabetes ist die Fahrerlaubnis
von existentieller Bedeutung.
Deshalb sind zum Erhalt der Fahrerlaubnis sowohl rechtliche als auch medizinische
Aspekte zu berücksichtigen.
Diabetes & Recht:
Diabetiker sehen sich im Alltag sehr häufig mit rechtlichen Problemen
konfrontiert. Seien es Probleme im Job, bei der Stellensuche, im Umgang
mit Krankenkassen oder der Schwerbehinderung – zu vielen Punkten
gibt es zahlreiche Fragen, die von Ärzten oder Schulungspersonal nicht
immer beantwortet werden können, andererseits aber für die Betroffenen
doch von teilweise wesentlicher und auch für die weitere Zukunft bestimmender
Bedeutung sein können.
Dieses Seminar soll Sie auf die wesentlichen Rechtsprobleme hinweisen sowie Lösungsmöglichkeiten
aufzeigen, damit die Sozialreferenten für entsprechende Anfragen von Mitgliedern
hinreichend gerüstet sind.
Ziele & Aufgaben:
Die Ausbildung erfolgt an vier Wochenenden und wird belegt mit einem Zertifikat.
Interessenten sollten Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund sein.
Die Anmeldung erfolgt über den jeweiligen Landesverband, dieser trägt
die Reisekosten.
Ausbildungsinhalte:
- Themenblock 1
- Sozialmedizinische Aspekte bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus in Kindergarten, Schule, Beruf und in der Freizeit
- Behinderten- / Schwerbehindertenstatus – Vor- und Nachteile des Schwerbehindertenstatus bei Kindern/ Jugendlichen und Erwachsenen mit Diabetes mellitus
- Themenblock 2
- Berufliche Möglichkeiten von Menschen mit Diabetes mellitus, tätigkeitsspezifische Gefährdungen und individuelles Risiko
- Einheitliche und strukturierte Beurteilung, Vermeidung von Diskriminierung
- Maßnahmen am Arbeitsplatz: Sicherheitsschuhe für Menschen mit Diabetes
- Themenblock 3
- Verkehrsmedizinische und verkehrsrechtliche Aspekte bei Diabetes mellitus
- Rechtliche Grundlagen Fahrerlaubnisverordnung / Verkehrsrecht
- Verhalten bei Verkehrsunfällen / zivi- und strafrechtliche Aspekte
- Fahrtauglichkeit und Kraftfahreigung bei Diabetes mellitus / medizinische Aspekte
- Begutachtungs-Leitlinien
- Hypoglykämieproblematik beim Verkehrsteilnehmer mit Diabetes mellitus
- Wahrnehmungstraining bei Hypoglykämiewahrnehmnungsstörungen
- Themenblock 4
- Grenzen zur rechtlichen Beratung der Rechtsanwälte
- Häufige Rechtsprobleme von Diabetikern
Diabetes & Schwerbehinderung
- Vor- und Nachteile
- Antragstellung
- bei Kindern
Diabetes im Arbeitsleben
- Stellenbewerbung
- Bewertung
- BZ-Messung am Arbeitsplatz
- Kündigung
Diabetes und Versicherungen
Diabetes & Führerschein
Allgemeine Rechtsprobleme
- Schriftliche und mündliche Evaluation
Nähere Informationen erhalten Sie über die Bundesgeschäftsstelle:
Deutscher Diabetiker Bund
Goethestraße 27
34119 Kassel
Tel.: 0561-7034770
Fax: 0561-7034771
E-Mail: info@diabetikerbund.de
www.diabetikerbund.de






