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Familienwochenende 2018 in Olpe

Familienwochenende 2018 in Olpe

Unser Familienwochenende 2018 in Olpe am wunderschönen Biggesee hat noch freie Plätze. Es findet vom 25.05. bis 27.05.2018 statt. Eingeladen sind Kinder mit Diabetes im Alter von 6 - 18 Jahren, deren Eltern und Geschwister.

Für mehr Informationen rufen Sie uns an 030/ 420 824 980 oder schreiben Sie uns eine EMail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir freuen uns auf viele Familien für Spaß, Spiel und spannende Vorträge.

Hier ein Video vom Familienwochenende 2015

 

 

Termin: Freitag, 25. Mai 2018 - ab 16:00 Uhr

Gemeinsame Veranstaltung des DEUTSCHEN DIABETIKER BUNDES Landesverband Brandenburg e.V. mit St. Josefs Krankenhaus Potsdam anlässlich des Weltdiabetestages am 15.11.2017

Gemeinsame Veranstaltung des DEUTSCHEN DIABETIKER BUNDES Landesverband Brandenburg e.V. mit St. Josefs Krankenhaus Potsdam anlässlich des Weltdiabetestages am 15.11.2017

Am 15. November 2017 findet in der Zeit von 14-17 Uhr in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums Potsdam (Am Kanal 47, 14467 Potsdam) die jährlich gemeinsame Veranstaltung des DEUTSCHEN DIABETIKER BUNDES, Landesverband Brandenburg e.V. mit dem St. Josefs Krankenhaus statt.

Damit kommt eine gemeinsame Veranstaltung der erfolgreichsten und wirksamsten Patienten-Selbsthilfeorganisation in Deutschland und in Brandenburg mit einem in der Behandlung des Diabetes außerordentlich engagierten Krankenhaus (zertifiziert als „Klinik für Patienten mit Diabetes geeignet“ DDG und als „Stationäre Fußbehandlungseinrichtung DDG“) zustande. Die Informationsveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte widmet sich dem Thema „Diabetes erkennen – aktiv handeln – Lebensqualität erhöhen“. Die Zahl der Menschen mit Diabetes mellitus steigt stetig und oft wird diese Stoffwechselstörung nur zufällig entdeckt. Es gibt immer noch eine „Dunkelziffer“ unerkannter Diabetiker. Unsere Veranstaltung soll zum Thema Diabetes mellitus aufklären, informieren und einen Erfahrungsaustausch mit Betroffenen ermöglichen. Die verschiedenen Vorträge informieren zu neuen Diabetestherapien und wie unser Herz und unsere Nieren bei Diabetes geschützt werden können. Ernährungstrends im Wandel der Zeit werden vorgestellt. Der Landesverbandes Brandenburg e.V. stellt sich vor und Interessierte können ihren Blutzucker kostenfrei messen lassen. Alle Interessierten sind zu unserer kostenfreien Informationsveranstaltung herzlich eingeladen.

Termin: Mittwoch, 15. November 2017 - ab 14:00 Uhr

Schönes Wochenende für Familien mit Kindern, die Diabetes haben

Schönes Wochenende für Familien mit Kindern, die Diabetes haben

Liebe Familien,
auch 2017 veranstalten wir wieder unser Familienwochenende vom 19.5. - 21.5.2017 in Olpe / Nordrhein-Westfalen.

Wir freuen uns, noch Plätze anbieten zu können. Um diese zu reservieren, sendet uns bitte das Anmeldeformular ausgefüllt und unterschrieben bis spätestens 16.5.2017 zurück. Sollte ein Mitglied der Familie Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund sein, beträgt die Teilnahmegebühr 50,- € pro Erwachsener, Kinder sind frei.

Familien ohne eine Mitgliedschaft zahlen die tatsächlich anfallenden Kosten von 150,- € pro Erwachsenen, Kinder sind kostenfrei. Kosten für die Anreise müssen die Teilnehmer selbst tragen. In diesen Kosten sind 2 Übernachtungen in der Jugendherberge in 4-, 6- oder 8-Bett-Zimmern (nur eine Familie pro Zimmer!), Vollverpflegung und Getränke, ein spannendes Programm mit Sport, Spiel und Vorträgen enthalten. Die Veranstaltung beginnt am Freitag vor dem Abendessen und endet am Sonntag nach dem Mittagessen.

Wir freuen uns auf ein schönes, erholsames und wissensreiches Wochenende am schönen Biggesee.

Weitere Informationen zur Jugendherberge am Biggesee in Olpe findet ihr unter www.djh-wl.de/de/jugendherbergen/biggesee

Bei Fragen sind wir gern telefonisch unter 030/420824980 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

 

Verlosung zum Familienwochenende in Olpe 2017

Auch in diesem Jahr verlosen wir wieder für 2 Familien Plätze zu unserem Wochenende in Olpe vom 19.-21.5.2017. Die Kosten für die Anreise müssen die Teilnehmer selbst tragen.

Um in den Los-Topf zu kommen, beantwortet bitte folgende Frage:

Wie heißt Deutschlands bekannteste, meistbesuchte Tropfsteinhöhle in Nordrhein-Westfalen?
Sendet uns die Lösung bis zum 16.5.2017 24:00 Uhr an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Viel Glück!
Deutscher Diabetikerbund e.V.
Bundesgeschäftsstelle

Termin: Freitag, 19. Mai 2017 - ab 18:00 Uhr

Presseerklärung: Delegiertenversammlung vom 25.03.2017

Anlässlich der Delegiertenversammlung am 25.03.2017 hat der Deutsche Diabetikerbund neue Verantwortliche für den Vorstand gewählt. Die Position der Vorstandsvorsitzenden übernimmt ab sofort Frau Rechtsanwältin Sandra Schneller. Als stellvertretende Vorsitzende fungieren Frau Dr. Susanne Arnold und Herr Reinhold Meintzinger. Frau Astrid Heuser übernimmt auch zukünftig die Aufgaben der Schatzmeisterin.

Mit ca. 7 Millionen Betroffenen zählt der Diabetes zu der Volkskrankheit in Deutschland. Unter der neuen Vorsitzenden hat es sich der DDB auch zukünftig zur Aufgabe gemacht, allen Betroffenen eine gewichtige Stimme zu verleihen. Ziel soll es sein, sich in enger Zusammenarbeit mit den anderen Selbsthilfeorganisationen gemeinsame Interessenpolitik zu betreiben und die Interessenverbände als starke Fürsprecher gegenüber Bundespolitik und Gesundheitsträgern zu stärken. Die Verbesserung der Betroffenenversorgung soll hierbei wichtigste Aufgabe sein. Dazu ist eine Professionalisierung der Selbsthilfe und deren Bündelung unabdingbar.

Als älteste unabhängige Patientenorganisation will der neue Vorstand des DDB an seine bisherigen Erfolge anknüpfen und die Interessen des Diabetes-Patienten im Gemeinsamen Bundesausschuss durchsetzen. Oberstes Ziel ist hier ist auch die Erlangung eines eigenen Stimmrechts für Patientenvertreter.

Der DDB e.V. steht auch weiterhin für:

  • Interessenvertretung gegenüber der Politik
  • individuelle Hilfe und Beratung Betroffener und deren Angehörige
  • Information, Aufklärung
  • Beistand in medizinischen und rechtlichen Angelegenheiten

damit stetig der Alltag, das Leben und die Teilhabe eines Diabetikers verbessert wird!

Bundesgesundheitsministerium bestätigt Beschluss zur Kostenübernahme von CGM-Geräten für Diabetiker

Bundesgesundheitsministerium bestätigt Beschluss zur Kostenübernahme von CGM-Geräten für Diabetiker

(07.09.2016) Das Bundesgesundheitsministerium hat den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 16. Juni 2016, dass die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) künftig in vielen Fällen von den Kassen bezahlt werden muss, nicht beanstandet. Die Entscheidung wurde gestern im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Beschluss tritt damit in Kraft.

„Wir freuen uns sehr darüber und sehen uns in unserer jahrelangen Arbeit bestätigt!“, betont Rechtsanwältin Sabine Westermann vom Rechtsberatungsnetz des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB). Die Patientenvertreter des DDB haben seit Einleitung des Bewertungsverfahrens zur CGM im Jahr 2011 an einer Vielzahl von Beratungen wie auch an wissenschaftlichen Erörterungen beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) teilgenommen. „Wichtig war und ist für uns, dass Diabetiker möglichst unbürokratisch die Kosten für ein CGM übernommen bekommen. Soweit uns dies möglich war, haben wir uns im Rahmen der Beratungen beim G-BA dafür eingesetzt“, betont sie.

Gerade aufgrund des sich zuspitzenden bürokratischen Aufwands bei der Beantragung einer Insulinpumpe, war und ist es aus Sicht des DDB wichtig, dass keine umfangreichen ärztlichen Gutachten, wie Diabetikertagebücher, erforderlich sind. Fraglich ist beispielsweise auch, wer die Kosten eines ärztlichen Gutachtens tragen soll.

„In der Praxis erleben wir es immer wieder, dass Diabetiker an bürokratischen Hürden im Verwaltungsverfahren scheitern. Hinzu kommt eine erhebliche Verunsicherung, beispielsweise durch Schreiben oder Anrufe von Krankenkassenmitarbeitern, in denen der Diabetiker aufgefordert wird mitzuteilen, ob er den Widerspruch aufrecht halten will oder nicht. Wir stufen diese Maßnahmen nicht nur als unzulässig, sondern auch kostenintensiv ein“, erklärt sie.

Hinweise zur CGM-Kostenübernahme

Aus Sicht des DDB sollten Diabetiker, die ein CGM beantragen wollen, folgende Punkte beachten:

  • Ärztliche Verordnung des Diabetologen für ein CGM mit Warnfunktion
  • Bestätigung des Diabetologen und des Patienten, dass ohne CGM das zwischen Arzt und Patient vereinbarte Therapieziel nicht erreicht werden kann
  • Anschreiben beifügen mit dem konkreten Antrag auf unbefristete CGM-Versorgung nebst Verbrauchsmaterial

„Selbstverständlich wird man abwarten müssen, wie die Kassen darauf reagieren und wie es in der Praxis läuft.“, so Westermann.

Wir halten Sie auf dem Laufenden! Der DDB bietet Mitgliedern außerdem konkret individuelle Beratung zur Antragstellung.

Familienwochenende des DDB war voller Erfolg

Familienwochenende des DDB war voller Erfolg

Am Wochenende vom 10.06.2016 bis 12.06.2016 fand das Familienwochenende des Deutschen Diabetiker Bundes in der Jugendherberge in Olpe am Biggesee statt.

Von Freitag bis Sonntag konnten Kinder und Erwachsene ein paar schöne, kurzweilige, Stunden gemeinsam verbringen.

Alexander Piel, Mitglied der Karate Nationalmannschaft und selbst Typ I.-Diabetiker, berichtete von seinen sportlichen Aktivitäten und wie diese mit seiner Erkrankung in Einklang zu bringen sind.

Unter fachkundlicher Leitung wurde selbstverständlich auch eine Karate Schnupperstunde durchgeführt, die sich großer Beliebtheit erfreute, ebenso wie die weiteren sportlichen Unternehmungen, die fast rund um die Uhr angeboten wurden.

Insbesondere für die Eltern gab es gesundheitspolitische Einblicke durch Dieter Möhler. Er konnte den Anwesenden aus erster Hand berichten, dass der gemeinsame Bundesausschuss am 16.06.2016 darüber abstimmen wird, ob CGM-Systeme in den Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden.

Durch die freundliche Unterstützung der Fa. Nintamed konnte ein Jeder der wollte, ein CGM System zur Probe tragen. Fast alle Teilnehmer machten davon auch Gebrauch.

Neben den angebotenen Programmpunkten diente dieses Treffen insbesondere auch dem Austausch der Betroffenen und Angehörigen untereinander, so konnten einige neue Freundschaften geknüpft werden und Erfahrungen gesammelt und weitergegeben werden.

Nach dem durchweg positiven Feedback ist für die Verantwortlichen des DDB bereits jetzt schon klar, dass es im Jahr 2017 eine Wiederholung des Familienwochenendes geben wird!

Vielen Dank an unsere Patientenvertreter im GBA

Vielen Dank an unsere Patientenvertreter im GBA

Der Deutsche Diabetiker Bund ist die einzige Selbsthilfeorganisation im Bereich Diabetes, die Patientenvertreter in den gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) entsendet.

Namentlich sind dieses die Berliner Rechtsanwältin Sabine Westermann und der ehemalige Bundesvorsitzende des DDB, Dieter Möhler.

Sabine Westermann ist an Typ I. Diabetes erkrankt und engagiert sich bereits seit vielen Jahren im DDB, so war sie u.a. bereits Schatzmeisterin des DDB Landesverbandes Berlin. Als Juristin betreibt sie eine eigene Anwaltskanzlei an der Karl-Marx-Straße in Berlin (www.ihr-gesundheitsrecht.de).

Neben dem Familienrecht widmet sich Sabine Westermann insbesondere dem Medizinrecht und hat sich hier auf das Thema Diabetes mellitus spezialisiert. Für viele Betroffene Diabetiker konnte sie vor den zuständigen Sozialgerichten CGM-Verordnungen juristisch erringen.

Der Meininger Dieter Möhler ist vielen sicherlich durch seine langjährige Tätigkeit als Bundesvorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes bekannt. Sein Bruder und er sind seit Kindesbeinen an Typ I.-Diabetes erkrankt und auch sein Sohn ist betroffen.

Gemeinsam mit seiner Frau betrieb er eine eigene Rechtsanwaltskanzlei in Thüringen. Sein fundiertes Wissen stellte er allen Hilfesuchenden im DDB Rechtsberatungsnetz stets gerne zur Verfügung.

Sabine Westermann und Dieter Möhler haben maßgeblichen Anteil an dem vom GBA am 16.06.2016 gefassten Beschluss, die Verordnungsfähigkeit von CGM-System zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse, herzustellen.

Der Deutsche Diabetiker Bund möchte sich auf diesem Wege bei seinen beiden Patientenvertretern im GBA ganz herzlich bedanken. Dieser Beschluss stellt einen Meilenstein in der Behandlung von Menschen mit Diabetes dar. Die in den vergangenen Monaten, ja sogar Jahren, erbrachten Aufopferungen und Mühen, um diesen Beschluss zu erreichen, haben sich gelohnt!

Nachruf Dr. Hermann Finck

Nachruf Dr. Hermann Finck

 

Dr. med. Hermann Finck, Ltd. Medizinaldirektor a.D., geboren am 22.10.1947, gestorben den 14.7.2016.

 

Tief betroffen mussten wir Kenntnis nehmen vom Tode unseres lieben Hermann Finck.

 

Der Tod hat ihn unerbittlich eingeholt. Den, dessen Leben geprägt war von fruchtbarem Schaffen für die medizinischen und sozialen Belange aller Diabetiker in Deutschland. Was hat er geleistet! Wir kennen keinen sozialmedizinischen Bereich im Zusammenhang mit der Erkrankung Diabetes, der nicht durch seine scharfsinnigen Kenntnisse und entwickelten Lösungsansätze wesentlich verbessert worden wäre.

 

Hier war es ein Glücksfall, dass er parallel zu seiner Tätigkeit als Mitglied des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft, auch über die Grenzen der Aufopferung hinaus, seine Fähigkeiten der Patientenorganisation Deutscher Diabetiker Bund e.V. zur Verfügung gestellt hat, hier als langjähriges Vorstandsmitglied und Mitglied des Ausschusses Diabetes und Soziales.

 

Seine Ehrungen mit der Katsch-Medaille 2012 und mit der Erstverleihung der Ehrenmedaille des Deutschen Diabetiker Bundes zum Weltdiabetestag 2014 decken seine Verdienste um die Menschen nicht anährend ab.

 

Sie können nicht Dank genug sein, an einen, der Mensch und Lebensmensch war und für sich in Anspruch nehmen kann, in bescheidener Ruhe und Klarheit seine Arbeitsgebiete zum Wohl der Patienten klar und methodisch geordnet und überzeugend dargetan zu haben. Stets war er der Ansprechpartner für die Patienten.

 

Viele von uns, vor allem auch in den Bundesvorständen und Gremien, hatten das Glück mit ihm zusammenzuarbeiten und von ihm lernen zu dürfen. Danke, lieber Hermann Finck!

 

Wir halten ihn in Erinnerung, wie er in den schönen Stunden seines Lebens bei uns war. Unsere guten Gedanken begleiten seine Familie in dieser schweren Zeit.

 

Der Bundesvorstand des DDB, auch im Namen der treu verbundenen Landesverbände und Einzelmitglieder

Meilenstein für Diabetiker: Die Kosten für Real-Time-Messgeräte werden demnächst von Krankenkassen übernommen

Meilenstein für Diabetiker: Die Kosten für Real-Time-Messgeräte werden demnächst von Krankenkassen übernommen

“Wie hoch ist mein Zucker?“ Diese Frage ist im Alltag von Diabetikern immer präsent. Verlässliche Antworten liefern so genannten Real-Time-Messgeräte, auch CGMS (Continuous Glucose Monitoring System). Sie messen kontinuierlich den Glucosespiegel und schlagen Alarm, wenn ein individuell fest gelegter Wert über- oder unterschritten wird. Die Kosten für diese Geräte werden nun von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen. Dies hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gestern in Berlin beschlossen. Jetzt muss nur noch das Bundesministerium für Gesundheit den Beschluss prüfen – dann tritt die Verordnung in Kraft.

„Dies ist ein Meilenstein in der Versorgung von Diabetikern in Deutschland!“, freut sich Corinna Hahn, stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB). Der DDB hat die Ausarbeitung der Verordnung wesentlich mitbestimmt und sich über Jahre hinweg dafür engagiert, dass die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen. Denn die Kostenübernahme für ein CGMS war bislang nur in Ausnahmefällen möglich und mit einer langwierigen, komplizierten Antragsstellung verbunden.

„Die bisherigen Methoden messen nur punktuell – so wähnt man sich auch dann in Sicherheit, wenn der Glucosewert schon im Sinken begriffen ist. Wenn man das nächste Mal kontrolliert, ist man womöglich schon in einer Unterzuckerung.“

Einfach. Sicher. CGMS helfen gefährlichen Über- oder Unterzucker zu vermeiden

Schweißausbrüche, Herzrasen, Übelkeit und massiven Konzentrationsstörungen, bis hin zu Bewusstseinstrübungen – so kann sich eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) bemerkbar machen. Viele berufstätige Diabetiker gehen deshalb absichtlich mit zu hohen Glucosewerten zur Arbeit, um ja nicht in die Unterzuckerung zu geraten. Damit nehmen sie aber Langzeit-Folgen wie die Schädigung von Nervensystem, Herz und anderen Organen in Kauf. 
Aber auch die Überzuckerung (Hyperglykämie) kann für den Betroffenen gefährlich werden.

Durch die kontinuierliche Glucosemessung mittels CGMS werden die Betroffenen rechtzeitig auf bedenkliche Werte aufmerksam gemacht – und können durch schnell wirkende Kohlenhydrate, z. B. mit Traubenzucker, gegensteuern.

Prüfung der Krankenkassen berücksichtigt Lebensumstände

Allerdings: Auch zukünftig werden nicht alle Diabetiker automatisch ein CGMS erhalten. Die Krankenkassen prüfen den Einzelfall. Zielgruppe sind vor allem die intensiv insulierten Betroffenen – also Insulinpumpenträger und Patienten, die eine so genannte ICT (intensiviert konventionelle Therapie) bekommen. Dies können Typ 1- oder Typ 2-Diabetiker sein.

„Wir haben erfolgreich dafür gekämpft, dass bei der Prüfung auch die Lebensumstände des Betroffenen berücksichtigt werden“, erklärt Dieter Möhler, Patientenvertreter im G-BA und bis März 2016 Bundesvorsitzender des DDB. „Das war ursprünglich nicht vorgesehen – wir haben da aber nicht lockergelassen und in intensiven Gesprächen immer wieder die Sachargumente vorgebracht.“ Macht der Diabetiker viel Sport und ist daher kurzfristigen Belastungen ausgesetzt? Besteht eine Schwangerschaft oder ist sie geplant? Reist der Betroffene beruflich viel und kann daher nicht regelmäßig essen? All diese Aspekte fließen in die Bewertung mit ein.

Maßgeblich bei der Bewilligung ist auch, dass die zwischen Arzt und Patient vereinbarten Therapieziele mit den bislang eingesetzten Methoden nicht erreicht wurden.

Deutscher Diabetikerbund unterstützt Betroffene

Der DDB empfielt allen besonders betroffenen Diabetikern, schon jetzt einen Antrag auf ein CGMS bei ihrer Krankenkasse zu stellen – und berät gerne bei der Formulierung. 
Patienten, die wegen eines ablehnenden Bescheids für ein CGMS schon im Widerspruchsverfahren mit der Krankenkasse sind, sollten dies aber in jedem Fall aufrechterhalten, um keine Fristen zu versäumen.

So funktioniert ein CGMS

Durch einen kleinen Sensor in der Haut wird der Glucosegehalt im Zellzwischenwasser des Unterhautfettgewebes kontinuierlich gemessen und an ein handliches Empfangsgerät gesendet, das der Diabetiker immer bei sich trägt. Die Sensoren halten mehrere Tage und sind sogar wasserfest.

Der behandelnde Arzt legt gemeinsam mit dem Patienten fest, in welchem Korridor sich der Glucosewert bewegen sollte. Dies lässt sich im CGMS individuell einstellen. Droht der Glucosewert in einen kritischen Bereich zu geraten, schlägt das Empfangsgerät Alarm: Es fängt an zu piepen und/oder zu vibrieren. So kann der Betroffene rasch eingreifen und eine Über- oder Unterzuckerung vermeiden. Nicht nur tagsüber hat der Diabetiker seine Werte so im Blick, sondern wird auch nachts aus dem Schlaf geweckt, falls eine kritische Situation entsteht.

Die Anschaffungskosten für ein CGMS liegen im vierstelligen Bereich, dazu kommen monatliche laufende Kosten für die Sensoren von circa 300 Euro.

Pressemeldung des GBA zum CGM-Beschluss