BAG SELBSTHILFE fürchtet um Sicherheit der Patienten
Mit großer Sorge sieht die BAG SELBSTHILFE die Bestrebungen der Bundesregierung, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, das derzeit für die Zulassung von Medikamenten und Hilfsmitteln zuständig ist, in die Deutsche Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur (DAMA) umzuwandeln. Größter Knackpunkt ist aus Sicht des Dachverbandes, dass sich die neue Agentur über die von ihr erteilten Zulassungen finanzieren soll. „Wenn eine Agentur dafür Geld erhält, möglichst schnell und möglichst viele Arzneimittel zuzulassen, dann geht das zu Lasten der Sicherheit“, fürchtet Dr. Martin Danner, gesundheitspolitischer Referent der BAG SELBSTHILFE.
Zwar machte er in der Anhörung zum „Entwurf eines Gesetzes zur Einrichtung einer Deutschen Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur (DAMA-Errichtungsgesetz) am Mittwoch, 21. März 2007, vor dem Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages deutlich, dass die BAG SELBSTHILFE die Ziele des Gesetzgebers begrüße: So will die Bundesregierung für den Bereich der Arzneimittelzulassung ein effektives und auf hohem Wissenschaftsniveau stehendes Zulassungsmanagement sicherstellen und die laufende Nutzen-Risiko-Bewertung der im Markt befindlichen Arzneimittel und Medizinprodukte im Interesse der Patientinnen und Patienten an sicheren Medikamenten und Hilfsmitteln stärken.
Dies könne aber nur gelingen, wenn das Zulassungsmanagement und die Risikoüberwachung nicht aufgrund finanzieller Fehlanreize gefährdet werden. Außerdem mahnte Herr Dr. Danner eine Stärkung der Patientenbeteiligung bei der DAMA an.
BAG SELBSTHILFE
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